Byron Bay
Zurück in die Siebziger Jahre
Wer schon immer das Bedürfnis hatte, die Zeit zurückzudrehen oder mit einer Zeitmaschine zurück in die wilden Siebziger zu reisen, der ist im australischen Hinterland genau richtig. In Byron Bay und Nimbin können Besucher ins Hippieflair eintauchen und ein paar Tage getrost entspannen, um ihre alltäglichen Sorgen zu vergessen. Ins alternative Paradies gelangen Reisende am besten mit einem Leihauto von Brisbane aus. Im naheliegenden Balina gibt es zwar einen eigenen Flughafen, die Flüge dorthin sind aber wesentlich teurer. Außerdem sind Besucher mit dem Leihauto flexibler und können sogar darin übernachten. Die Strecke von Brisbane nach Byron Bay umfasst nur für australische Verhältnisse lächerliche 200 Kilometer.
Surfer, (Lebens-)künstler und Hippies
Byron Bay ist nicht nur ein Magnet für Touristen und Hippies, die lange offene Bucht zog in den Sechzigern vor allem Surfer an. In der Kleinstadt leben heute knapp 5.000 Menschen. Die meisten bevorzugen einen eher alternativen Lebensstil. So ist Byron Bay der Ort mit der höchsten Dichte an Yogalehrern weltweit. Meistens begeben sich die entspannungsbedürftigen Grüppchen zum Tallow Beach, um während der Yogaübungen die erfrischende Meerbrise einzuatmen. In der Johnson Street, der Hauptstraße im Ort, befinden sich Restaurants und zahlreiche alternative Shops mit Kunstwerken aller Art. Auch am Strand werden Bilder ausgestellt und Handleserinnen bieten hier günstig einen Blick in die Zukunft an. Der Byron Beach wurde sogar vom Magazin Forbes zum sexiesten Strand der Welt gekürt.
Der östlichste Punkt Australiens
Captain Cook war zwar in Byron Bay, benannt wurde die Stadt jedoch nach dem Großvater Lord Byrons, einem Weltumsegler aus dem 18. Jahrhundert. Der ebenfalls nach ihm benannte Cape Byron ist als östlichster Punkt des australischen Kontinents bekannt. Auf dem Hügel befindet sich ein 1901 erbauter Leuchtturm, der als Wahrzeichen der Stadt gilt, und einen traumhaften Ausblick über die Bucht und das dazugehörige Umland verspricht. In den Wintermonaten lassen sich vom Cape Byron aus regelmäßig Buckelwale beobachten. Wer die verlassene Gegend rund um Byron Bay genauer erkunden möchte, sollte mit dem Leihauto nach Nimbin fahren. Über Lismore gelangen besonders viele Backpacker die Stadt, die als Einzige die Skurrilität Byron Bays noch überbieten kann.
Legendäres Mardi Gras(s) und Easter Blues Festival
Über die Grenzen Australiens hinaus wurde Nimbin durch das jährliche Mardi Grass Festival bekannt, das immer rund um das erste Maiwochenende stattfindet. Die Einwohner der Stadt lehnen jede Art von Gewalt ab und setzen sich seit jeher für den legalen Konsum von Marihuana ein. Beim Mardi Grass demonstrieren sie ihre Anliegen in Form einer bunten Parade, an der Rucksacktouristen aus aller Welt mit Vergnügen teilnehmen. Als Unterkunftsmöglichkeiten stehen in Nimbin ein Caravanpark und ein Backpackerhotel zur Verfügung, die in den Sommermonaten und rund um das Mardi Grass restlos überfüllt sind. In Byron Bay findet jedes Jahr an Ostern ein großes Blues Festival statt. Internationale Stars wie zum Beispiel Jack Johnson stehen hier neben lokalen Berühmtheiten auf der Bühne.

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