Strände Australien
Die malerische Südküste von New South Wales
Traumhafte Strände gibt es nicht nur in Queensland und im Westen Australiens. Ganz in der Nähe der Metropole Sydney befinden sich einige Orte, die während der Sommermonate unbedingt einen Besuch wert sind. Allen voran Jervis Bay, dessen Einwohner behaupten über die weißesten Sandstrände der Welt zu verfügen. In den Süden von New South Wales gelangen Reisende am besten von Sydney aus mit dem Leihauto. Der Princes Highway ist angenehm zu befahren und die Orientierung auf dieser Strecke sollte keine Schwierigkeit darstellen.
Von Jervis Bay bis Bateman’s Bay
Jervis Bay gehört eigentlich zum Australian Capital Territory, da sich an der Küste des Urlaubsorts einige Stützpunkte der Australischen Marine befinden. Besonders berühmt ist der Hyam’s Beach, ein Familienstrand mit schneeweißen Sand und Blick aufs türkisfarbene Meer. Einkaufsmöglichkeiten findet der Besucher im naheliegenden Huskinsson. Naturliebhaber sollten in den Booderee Nationalpark fahren, da die Strände dort ebenfalls wunderschön und menschenleerer sind. Ein heißer Tipp ist zum Beispiel der Murrays Beach oder der Cave Beach. Wer im Nationalpark schlafen möchte, muss eine Campinggebühr beim Visitor Center entrichten und kann anschließend auf den vorgesehenen Campsites sein Zelt aufschlagen. Im Nationalpark gibt es ebenfalls einen botanischen Garten mit freiem Eintritt und viele Grillstellen, wo spontan gekocht werden kann.
Nach Jervis Bay befinden sich an der Küste einige weitere Hotspots zum Beachen. In der Nähe von Ulladulla gibt es einen kleinen Ort namens Mollymook, der bei Familien und bei Surfanfängern sehr beliebt ist. Der Tabourie Lake, nur einige Kilometer südwärts von Ulladulla, eignet sich hervorragend zum Fischen und verfügt ebenfalls über eine traumhafte Beachfront. Bateman’s Bay ist vor allem als Lieblingsferienort der Einwohner Canberras bekannt.
Lord Howe Island
Lord Howe & Norfolk, geheime Islands im Pazifik
Die wenigsten Australienurlauber haben je von den zwei paradiesischen Inseln im östlichen Pazifik gehört. Lord Howe Island und Norfolk Island gehören beide zum Bundesstaat New South Wales, befinden sich jedoch hunderte Kilometer von der australischen Küste entfernt. Die Australier möchten diese Schätze der Natur so gut es geht geheim halten, daher gibt es kaum Werbematerial über die Inseln. Die meisten Besucher von Lord Howe und Norfolk sind Ökotouristen oder Kenner des australischen Kontinents.
Lord Howe Island umfasst nur 56 Quadratkilometer und befindet sich zirka 500 Kilometer von Port Maquarie und 770 Kilometer von Sydney entfernt. Normalerweise kommen Reisende mit dem Flieger von Brisbane, Port Maquarie, Sydney oder Coffs Harbour zur Insel, Abenteurer bevorzugen den Seeweg und segeln meist bis zu sieben Tage durch den Pazifik ehe sie die unberührte Insel erreichen. Lord Howe Island ist kein Reiseziel für Budgeturlauber. Die Unterkünfte sind teuer und müssen aufgrund zu geringer Anzahl lange im Voraus gebucht werden.
Dafür hat die Insel seinen Besucher auch einiges zu bieten. Die tropische Landschaft umfasst Regenwälder, Korallenriffs und einsame Strände. Die Spitzen der drei höchsten Berge Mount Gower (875 Meter), Mount Lidgbird (777 Meter) und Ball’s Pyramid (551 Meter) versprechen sagenhafte Ausblicke auf das Inselparadies, das die Form eines Bumerangs hat. Die Tageswanderung zum Mount Gower ist jedoch nur mit Führer gestattet und ist für Menschen mit Höhenangst weniger geeignet. Wer sich unsicher ist, sollte lieber auf einen anderen Track des umfassenden Bushwalking-Angebots zugreifen.
Lord Howe ist außerdem ein Paradies für Wassersportler. Taucher und Schnorchler erfreuen sich unberührten Lagunen, wie zum Beispiel am Ned’s Beach, wo das Korallenriff besonders schön ist. Surfer bevorzugen den Blinky Beach aufgrund seines exzellenten Wellengangs. Besucher sollten beachten, dass Camping auf der ganzen Insel verboten ist und ein Verstoß streng bestraft wird. Wer nach Lord Howe Island möchte, sollte sich nach einem günstigen Pauschalangebot umsehen.
Norfolk Island befindet sich etwa in der Mitte zwischen Australien und Neuseeland. Es ist das größte Eiland einer Inselkette, die Northfolk Ridge genannt wird. Auch auf dieser Insel gibt es keine günstigen Unterkünfte. Die Klimaverhältnisse sind ziemlich ähnlich wie auf Lord Howe. Im Sommer klettert das Quecksilberthermometer auf bis zu 25 Grad, die Winter sind angenehm mild mit seltenen Temperaturenwerten unter 13 Grad. Während Lord Howe die Heimat der Kentiapalme ist, gedeihen auf Norfolk Island Bananenbäume besonders gut.
Die Geschichte des 34,6 Quadratkilometer großen Landes mitten im Pazifik ist jedoch wenig bezaubernd. 1825 wurde Nortfolk für Sträflinge zum „Ort der härtesten Bestrafung vor der Todesstrafe“. In Kingston können Besucher noch heute die Ruinen des Gefängnisses sehen, das früher als „Hölle im Pazifik“ bekannt war. Später lebten hier Meuterer der australischen Seeflotte HMS Bounty. Heute befinden sich im ganzen Ort kleine Museen, die Wissenswertes über ergangenen Zeiten preisgeben und die prachtvolle Kirche St. Barnabas.
Es ist jedoch nicht die schreckliche Geschichte, die wohlhabende Touristen nach Norfolk Island lockt. Die atemberaubende Landschaft verdankt Norfolk seiner fruchtbaren Vulkanböden, die ideale Wachstumsbedingungen für tropische Pflanzen wie die Northfolk Island Pine schaffen. Auf der ganzen Insel existieren vierzig Pflanzenarten, die sonst nirgendwo sonst auf der Welt gedeihen. Norfolk ist außerdem ein Paradies für Vogelbeobachter und bietet ähnlich wie Lord Howe Island abwechslungsreiche Bushwalking Strecken, unberührte Korallenriffe und einsame Strände.

New South Wales
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